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Seit nunmehr elf Jahren ist es Tradition, daß einige unserer Trainingskameraden am jährlichen Sommerlager meines Heimatvereins (http://budosport-schwarzheide.de)  teilnehmen. So haben es auch dieses Jahr die Sportskameraden Lukas Ahlebrandt, Ingo & Jonas Breyer, Lena Fritzsch, Sven Gerhardt, Marvin Gericke, Oskar Groschke, Philipp Henning, Catherine, Melanie, Nicolas & Claudia Lebreton, Pauline Mieg, Sina Schröter nebst Vater Hardo, Jonathan & Torsten Schulz, Ingo Schumacher, Hannah Wolf und  Alex Weigelt gehalten. Damit stellten wir knapp die Hälfte der insgesamt 46 Teilnehmer. Philipp ist überraschenderweise in Begleitung von Robin Kraft per Fahrrad angereist (das waren ca 150km Strecke), Robin ist dann allerdings leider doch schon am Freitagvormittag planmäßig wieder heimgereist.

Donnerstag hielt anfangs das Wetter noch, dann wurde es “schön”, nämlich “schön nass”, die meisten konnten aber ihre Zelte noch halbwegs trocken aufbauen. Aufgrund des starken Regens und des wildscheingeschuldeten schlechten Zustandes des Gelände wurde seitens der Veranstalter auf die übliche Teichrunde verzichtet und die Begrüßung / Einweisung recht formlos unter dem aufgestellten geräumigen Pavillon durchgeführt. Irgendwann des Abends ließ der Regen dann nach, so daß wir noch in gemütlicher Runde um Grill u. die Feuerschale sitzen konnten, allerdings nicht allzu lange, da der nächste Tag recht zeitig losgehen sollte, hatte doch der Schwarzheider Vereins-Vorsitzende Volker Kurze den Freitag verplant, als Überraschungstraining sozusagen.

Freitagfrüh, kurz nach 08:30 ging es dann von der Wiese (Catherine hat dankenswerterweise die Lagerwache übernommen, da sie gesundheitlich nicht so recht fit für Training u. die anstehenden Strapazen  gefühlt hatte) zu Fuß ein Stück in Richtung Zivilisation und wir wurden nach kurzem Warten auf zwei bald ankommende  Busse verteilt, die uns dann etwas in der näheren Gegend herumfuhren – ausgestiegen sind wir in Merzdorf am Freibad, was dann auch zügig betreten wurde. Hier tat uns Volker die Absicht kund, willigen Teilnehmern das Deutsche Schwimmabzeichen / Jugendschwimmabzeichen abzunehmen. Was alles in allem, wie wir lernen durften, eine doch körperlich recht fordernde Sache ist. Um so mehr freut es mich, daß Hannah, Marvin, Lena, Lukas das Jugendschwimmabzeichen in Gold und Oskar und Jonas in Silber erreichten. Ingo B. bestand das Schwimmabzeichen in Gold, Philipp u. Melanie errangen Silber und Hardo Bronze … Alex hatte dabei die schwerste Aufgabe, er fungierte (neben Volker und dessen Sohn Dennis) als Schreiber, schließlich hatte er ja irgendwann mal eine Rettungsschwimmer-Prüfung hinter sich gebracht 😉
So langsam setzte dann der Regen wieder ein, passend zum im Freibad gereichten Mittagessen – Bratwurst u. Mayonnaise mit Kartoffel- od. Nudel-“Streckung”. Selbstverständlich gibt es im Merzdorfer Bad weder warme Duschen noch einen überdachten Speiseraum, was die Mahlzeit recht ungemütlich werden ließ.  Anschließend wurde die Marschformation hergestellt, also 2er-Reihe, die  langsamen Leute vorn, der Rest dahinter  und wir trotteten im leichten Nieselregen los. Nach ca 3km und 45min später (was ziemlich exakt einer Marschgeschwindigkeit von 4km/h entsprach) gab es die erste Pause und uns fiel ein Stein vom Herzen, sahen wir doch pünktlich um ein Uhr die bereits bekannten Busse wieder, welche uns zurück zum Lager brachten – hatten wir schon befürchtet, noch weitere 5¼ Stunden zuzüglich Pausen unterwegs zu sein.
Mittlerweile war der Regen wieder stärker geworden, an ein Training  auf der Wiese war nicht zu denken, “was tun?” war hier die Frage und diese wurde wie folgt gelöst: Ralf (unser Schwarzheider Übungsleiter)  sammelte Freiwillige in ein paar Autos und es ging in die Schwarzheider Vereinshalle, um etwas Ball zu spielen –  die auf der Sommerlager-Wiese verbleibende Teilnehmer beschäftigten sich mit Herbeischaffen u. Zurechtsägen von Feuerholz und der Umsetzung eines Vorschlages des Schwarzheider (ok jetzt Mannheimer 😉 ) “Sommerlager-Urgesteins” Robert – nämlich die Erweiterung des “Gemeinschaftspavillons” um eine Planen-Konstruktion als zusätzlichen Regen- und Windschutz – jedenfalls war ich recht froh, in weiser Voraussicht eine Reserve-Plane mitgebracht zu haben, die hier also sinnvoll zum Einsatz kam.
Anschließend fand die Feuerschale im so entstandenen Sitzeck Platz, nach kurzer Zeit flackerte auch ein lustiges Feuerchen darin, einer der Schwarzheider Jüngsten – Ben, nannte sich aber immer selbst Gollum –  tat eifrig sein Bestes, um es am Leben zu halten, will er doch später einmal Feuerwehr-Mann werden (ich hoffe, die Enttäuschung später, wenn er merkt, daß dieser Beruf genau das Gegenteil zur Aufgabe hat, wird nicht zu hart für ihn 😉 ) Irgendwann wurde dann auch Abendessen ausgeteilt und dann kamen endlich Claudia und Sven an, welche arbeitsbedingt nicht von Beginn an mit dabei sein konnten. Wie im Sommerlager üblich, klang auch dieser Abend in gemütlicher Runde am Feuer aus.

Der Samstag begann mit deutlich freundlicherem Wetter – da die Wiese allerdings noch sehr feucht und verschmutzt war, haben wir beschlossen, die Vormittagstrainingseinheiten in die Vereinshalle zu verlegen. Also wurde nach dem Frühstück die Truppe marschbereit gemacht und wir sind gemütlich zur Halle gegangen. Nach der Ankunft stellte sich raus, daß wir bis zur geplanten Mittagszeit ca 3h Trainingszeit hatten, diese und die Teilnehmer  haben wir wie folgt eingeteilt: Die erste Hälfte der Zeit hat Ralf die zur Kinder-/Jugendgruppe gehörenden Teilnehmer mit konditionellen Übungen neben der Matte gescheucht, mir oblag die Mattenarbeit mit dem Rest – nach etwas Partnerarbeit zur Erwärmung, hab ich ein paar Vorübungen zum eingesprungenen Juji-Gatame (Armstreckhebel) angeboten. Allerdings bemerkte ich recht bald, daß die Konzentrations- u. Aufmerksamkeitsspanne der meisten inzwischen doch arg kurz war und bin deshalb recht schnell zu Randoris übergegangen – und zwar durften immer ein paar Paar auf der Matte kämpfen und wer geworfen wurde, wurde durch einen ausgeruhten Außenstehenden ersetzt – und ich muß sagen, es waren viele schön herausgearbeitete Wurftechniken zu sehen und alle, die mitgemacht haben, haben ordentlich geackert und geschwitzt.
Nach der Halbzeit gab es den Gruppen-Wechsel – die Älteren sind nun in den Genuss von etwas Taekwondo-Training gekommen und die Kinder-/Jugendgruppe kam zu mir auf die Matte. Habe ein paar Kampf-Spiele zum Einstieg machen lassen und danach ebenfalls viele Randoris, hierbei mit der Maßgabe, daß sich die Paarungen möglichst vereinsübergreifend gestalten …
Mittags gingen es dann zur Wiese zurück und da wir zwei Uhr als Ankunftszeit auch gut “getroffen” hatten, konnten  alle gleich ihre Portion Linsensuppe mit Würstchen, welche von Claudia unter Mithilfe von Hardo inzwischen termingerecht gekocht wurde, ausfassen.
Für den Nachmittag waren ursprünglich zwei Trainingseinheiten beabsichtigt – auf Grund der umständebedingten zeitlichen Verschiebungen war der Plan, daß die Kinder-/Jugendgruppe auch etwas Taekwondo-Training erhält und Volker wie üblich die Erwachsenen in der Kunst der Selbstverteidigung unterweist, was er gleichzeitig mit einer Begutachtung der Badestelle im Nachbarteich verbinden wollte. Also war die Erwachsenen-Gruppe dann von der Wiese verschwunden und die Kindergruppe stand plötzlich nutzlos in der Gegend herum, da den TKDlern offenbar das Konzept mit der Trainingsgestaltung nicht so recht klar war und sie alle mit Volker losgezogen sind. Nun war guter Rat teuer, aber gottlob lag die Lösung nahe: Die Gruppe wurde beauftragt, das für später vorgesehene Holzsammeln vorzuziehen und um die Sache etwas anspruchsvoller zu gestalten, sollten sie neben “trockenem” Holz fürs Feuer auch frische Gerten fürs Stockbrot ernten – in der Regel führt das immer zu leichten Verwirrungen, auch diesmal wurde ich da nicht enttäuscht. Nach einem anfänglichen Mißverständnis darüber, was “viel Holz” bedeutet, kam dann doch noch ein stattlicher Haufen Feuermaterial zustande. Irgendwann kam dann die andere Gruppe zurück und setzte das Training auf der Wiese fort und die Kindergruppe kam noch in den Genuss der koreanischen Kampfkunst.
Ich selbst hab mit Nicos Hilfe (der sich leider am Vortag beim Spiele-Nachmittag in der Halle am Bein etwas verletzen ließ und deshalb trainingstechnisch pausieren mußte) dem traditionellen Bauprojekt  der Sommerlager  gewidmet, welches am Donnerstag regenbedingt nicht vollendet werden konnte – wie jedes Jahr versuchten wir nämlich, die illegale Badestelle am Rande der Wiese durch eine Holzkonstruktion gegen unbefugte Benutzung zu sichern  😉 Dieses Jahr stand eine komplette Erneuerung des Bauwerkes an, wurde es doch kurz nach dem 25. Sommerlager völlig zerstört. Leider blieb der Nutzen der diesjährigen Erneuerung dann doch recht begrenzt, aber es ging mir dann doch irgendwo ums Prinzip, trotzdem vielen Dank an Desi & Florian für die  Materialbeschaffung u. an alle, die  beim Bau mitwirkten 🙂
Inzwischen ging es auf den Abend zu und Claudia & Helfer waren fleißig dabei, Fleisch u. “Burger”-Brötchen zu grillen und dann geschickt mit Käse, Tunke, Gurken u. Tomaten zum Abendessen zusammen zu setzen. Dem allgemeinen “Schmatzen” nach zu urteilen, hat es auch allen recht gut geschmeckt. So langsam wurde dann auch wieder das Feuer auf Vordermann gebracht, die Kinder holten sich ihre Stockbrot-Stecken aus ihren Verstecken und Claudia den vorbereiteten Stockbrot-Teig aus ihrem Auto – dieser konnte es wohl selbst schon kaum erwarten und war bereits in Teilen selbständig aus seinem Gefäß geklettert – sehr zum Leidwesen von Claudia bzw. ihrer Fußmatte. Jedenfalls wurde alsbald fleißig gebacken, hier waren durch aus verschiedene Geschicke dabei zu beobachten, was dann entweder für Bewunderung oder halt Gelächter sorgte. Nach Ausbruch ausreichender Dunkelheit teilte Melanie dann noch meine mitgebrachten Knick-Lichter aus, was dann wieder etwas farbfrohes Leben in die Nacht brachte … Regen gab es auch nicht mehr und so wurde es ein langer, entspannter Abend bzw. eine kurze Nacht für den einen oder anderen …

Der Sonntag dann wich auch vom normalen Ablauf ab, da mein Schwarzheider Verein gebeten wurde, bei der an diesem Tag anstehenden Neu-Eröffnung des Hans-Fischer-Stadions anlässlich der Festivitäten von wegen “50 Jahre Stadtrecht” Gesicht zu zeigen und mitzuwirken. So liefen wir also nach dem Frühstück rüber zum Sportplatz, stellten uns mit den Schwarzheider Vereinsmitgliedern (es kamen sogar noch ein paar “Nicht-Sommerlager-Teilnehmer” dazu) in die Kolonne vor dem Stadion und durften dann nach etwas Warterei feierlich einmarschieren. Alles in allem durch unsere Mitwirkung war hier der Budosport-Verein zahlenmäßig wohl doch sehr massiv vertreten, wie man auf diesen Flugaufnahmen gut erkennen kann https://youtu.be/x-mnYhk1F8c?t=61 .
Jedenfalls standen wir dann erstmal artig fast eine Stunde auf dem Kunstrasen rum und konnten den Reden der örtlichen Honoratioren (wie Bürgermeister, BASF-Vertreter u.ä.) und des Brandenburger Ministerpräsidenten (D. Woidke) lauschen. Nach dem Kommando zum Wegtreten, konnten wir noch begutachten, wie drei Fallschirmspringer an drei vorbezeichneten Stellen auf dem Spielfeld landeten, bevor wir dann endlich unser Abschlußtraining öffentlichkeitswirksam durchführen konnten. Hier übernahm Ralf den ersten Teil – also Erwärmung, Fallschule und etwas Werferei. Den zweiten Teil durfte unser “Braungurt- Ingo”  gestalten, immerhin war dieser ja kurz vor dem Sommerlager erst aus seinem Japan-Urlaub zurückgekehrt, wo er fleißig trainiert hat. Ingo zeigte eine schöne Methode, wie man aus der eigenen Rückenlage einen zwischen den Beinen geklammerten “Obermann” in die Unterlage dreht und danach noch ein Verfahren, wie man aus der Rucksack-Position recht konsequent die Verteidigungs- u. Halsschützhaltung der gegnerischen Arme neutralisiert, um entweder zum Würgegriff an den Hals oder zu einem Armhebel zu kommen. Danach waren wir mit dem Training auch bald durch und  wir haben die uns versprochenen Freigetränke und Vitamine geholt.

Zurück auf der Wiese hieß es dann noch: Aufräumen, Auswertung, Verabschiedung und Zeltabbau.
Jedenfalls brauch ich da immer etwas länger, auf den Nachmittag “verirrte” sich dann noch eine ältere Radfahrerin auf die Wiese und kam mit mir ins Gespräch, in welchem ich erfuhr, daß sie bei der Stadion-Eröffnung mit dabei war und ihr unser Training dort sehr gut gefallen hat – also ich fand das sehr nett und es ging runter wie Öl  🙂

Zusammenfassend möchte ich sagen, allen meteorologischen Widrigkeiten zum Trotz war es  aus meiner Sicht wieder ein Höhepunkt im Vereinsleben beider Vereine, vielen Dank an alle Teilnehmer u. Helfer für ihren Einsatz.

Bertram

PS: Und wie jedes Jahr hat es mich persönlich sehr gefreut, auch mit alten Schwarzheider Vereinkameraden /  Sommerlager-Veteranen wie Robert, Ralf, “Struwi”, “Jonny”, “Scholle”, “Schocki”, die Kurzes,  den “Klunks”, Alex u. Anne usw. usf. diese Tage verbracht zu  haben 🙂

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