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Nachdem sich die vergangenen Jahre immer mehr herauskristallisiert hat, daß der traditionelle Termin am Ende der Herbstferien sich bei recht vielen potentiellen Mitmachkandidaten zu sehr mit den elterlichen Urlaubsplanungen kollidierte, haben wir beschlossen, heuer den Termin in die Schulzeit zu legen.

Am Ende haben sich dann auch tatsächlich ein Dutzend Kinder u. Jugendliche angemeldet und zwar Sina Schröter, Jonathan Schulz, Jonas Breyer, Jan Briese, Jannes Maasch, Alim Kilicaslan, Julia Gericke, Alexander Duvinage, Cassandra Müller, Timon Fink, Augustin Baars u. Jonathan Golbig.
Betreut wurden diese durchgehend von Melanie  und Ingo.  Claudia hat sich um organisatorischen Themen insbesonders die Essenzubereitung gekümmert.
Natürlich hatten wir bei der Terminwahl ganz vergessen, daß freitags die Halle durch die Ringer genutzt wird. Da aber Melanie einen guten Draht zu den Ringern hat, konnten wir aus der Not ein Tugend machen: Die Ringer verzichteten dankenswerterweise auf ihr Erwachsenentraining und unsere Übernachtungswochenendteilnehmer nahmen an einem gemeinsamen Training mit den Ringer-Kindern/-Jugendlichen teil. Ich denke, sie haben sich dabei nicht schlecht angestellt und beide Seiten hatten Freude am Training. Vielen Dank an Matthias und Jasmin vom Ringen für das Training!
Danach hieß es dann Ringermattenab-  und Judomattenaufbau, was recht zügig erledigt wurde. Anschließend war Abendbrot angesagt, dann nach einer gewissen Verdauungspause ging es auf die Matte zum Judotraining. Alle haben ordentlich und mit Einsatz mitgemacht – als dann die jüngeren Teilnehmer begannen, deutliche Erschöpfungserscheinungen zu zeigen, durften sie schon mal duschen, Zähne putzen usw. usf. Die älteren Teilnehmer haben in der Zeit noch ein paar Randoris absolviert, bis es auch für sie an die Nachtruhen-Vorbereitung ging.

Der nächste Tag begann mit einer Laufeinheit, diesmal ersetzte Sven unseren Manuel, da dieser den Tücken des ÖPNVs zum Opfer fiel, derweil haben Claudia, Ingo und ich schon mal das Frühstück vorbereitet. Nach dem Frühstück stand die nächste Judotrainingseinheit auf dem Plan, hier muß ich sagen, machten die Teilnehmer dann doch den Eindruck, als ob sie die Nacht zuvor nicht so intensiv zur Erholung durch ausreichend Schlaf genutzt hatten, wie es eigentlich angebracht gewesen wäre. Aber der kleine konzentrative Durchhänger ging auch vorbei, so daß zur Mittagspause alle dann auch wieder ordentlich Hunger hatten. Nach der Mittagspause ging es dann für Melanie, Ingo und die Teilnehmer los zum T.U.R.M. nach Oranienburg. Beim Freizeitbad angekommen,  stand die Gruppe allerdings vor verschlossenen Türen, da die dortigen Mitarbeiter einen Streik ausgerufen hatten – selbstverständlich hatte es auch niemand für nötig erachtet, die bei der Voranmeldung hinterlegte Telephon-Nummer absagetechnisch zu nutzen 🙁
Also machten sich alle wieder auf den Weg zurück, derweil begann Claudia hektisch nach Alternativen zu suchen, am Ende fand konnte uns das Bowling Center MV aus der Patsche helfen und für uns zwei Bahnen für 2 Stunden ab 18:00 Uhr freischaufeln – vielen, vielen Dank dafür!
Die kurze Zeit zwischen Rückkehr vom ‘Reinfall’ und Aufbruch zum “Lochkugel-Kegeln” haben unsere Teilnehmer durch Nutzung der in unserer Turnhalle zahlreich vorhandenen Trainings-Geräte u. -Möglichkeiten verbracht. Melanie, Claudia und der Vater von Jonas (Ingo hatte Nachricht von der mißglückten Aktion bekommen u. ist vorbeigekommen),  haben dann alle in ihre Autos gestapelt und die Gruppe zum Zerpenschleuser Ring 37, Wittenau verlegt.

Inzwischen trafen ein paar hungrige Kämpfer (Tatjana, Ulf – jeweils mit Begleitung und unser 2. Sportwart Christian) ein, welche in Bernau am “Skoda-Cup” bzw. der “Brandenburger Oldie-Meisterschaft” doch recht erfolgreich teilgenommen und unseren Verein vertreten hatten und haben mir bei den Grillvorbereitungen geholfen. Es wurde zwar befürchtet, daß es aufgrund interner Abstimmungs-/Planungsschwierigkeiten vom Essen her dann nicht ganz reichen würde, was sich im Nachhinein aber als falsch herausstellte (sowohl etwas Fleisch als auch jede Menge Bratwürste waren noch übrig und harren jetzt im Tiefkühler der nächsten Gelegenheit) – was aber allerdings Tatjana nichts genützt hat, da sie mit ihrem Partner uns hungerbedingt und nahrungssuchenderweise vorzeitig verlassen hatte.
Jedenfalls pünktlich mit der Rückkehr der Teilnehmer war alles soweit fertig, so daß das Abendessen sofort angegangen werden konnte – es blieb dabei auch kaum fertig gegrilltes Zeug übrig – ich hatte deshalb einige Freudentränen in den Augen … kann aber auch sein, daß die Tränen vom Rauch des Grills herrührten … 😉

Ab zehn gab es dann die letzte Trainingseinheit des Tages auf der Matte, diese haben wir mit unserem Traditionsspiel “Gesäßball” begonnen – wobei wir anstelle des Wortes “Gesäß” in der gesprochenen Sprache  einen etwas derberen Ausdruck verwenden 😉  und sind dann über Partnerübungen langsam aber sicher etwas judospezifischer geworden. Ulf u. Christian haben es sich auch nicht nehmen lassen, trotz der Strapazen des Wettkampftages vorbildlicherweise am Training teilzunehmen. (Die Trainingseinheiten standen prinzipiell auch nicht übernachtenden Vereinsmitgliedern offen,  beispielsweise hatte  am Freitag Pauline das Angebot genutzt.) Insgesamt hatte ich (wenn überhaupt) als roten Faden in den Trainingseinheiten die Absicht zu vermitteln, daß und wie man aus dieser unsäglichen Bankposition heraus den Gegner bekämpfen kann. Es war auch sehr schön zu bemerken, wie gerade auch einige der jüngeren Teilnehmer in den Randoris diese Sachen umzusetzen suchten.

Rein gefühlsmäßig war mein Eindruck, daß in der Nacht von Samstag zu Sonntag die Gruppe irgendwie deutlich weniger Probleme hatte, zur Ruhe und zum Schlafen zu kommen.

Der Sonntag begann wie der Samstag, nur eben  ohne Frühsport. Die erste, letzte, einzige Trainingseinheit des Tages war auf bewährter Weise zweigeteilt: Erst gab es Spiele und eine Art Gruppen-Wettkampf zum Aufwärmen und im zweiten Teil haben wir unseren traditionellen Reihenkampf ( = japanisches Turnier) durchgeführt – richtig ordentlich mit Anzeigetafel usw. usf.  Zeit war noch genug, so haben wir mehrere Durchgänge geschafft.
Auch diesmal waren wieder schöne Techniken u. Kampfgeist zu sehen, der eine oder andere machte die Erfahrung, daß “nur 2 min” in einer Wettkampfsituation doch recht lang und anstrengend sein können. Zum Ende des Trainings wurde dann noch das beliebte Fangspiel mit Gürteleinsatz gespielt.

Danach waren Mattenabbau und Aufräumen/Zusammenpacken angesagt, das ging  dank vieler Hände auch recht fix, so daß pünktlich um ein Uhr die Veranstaltung beendet war. Jule hatte sich um das Putzen des Grills verdient gemacht, das möchte ich ausdrücklich lobend erwähnen, da diese Tätigkeit doch eher sehr unbeliebt und anstrengend ist.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, die bis zum Ende durchgehalten haben und die Zeit über gut miteinander klar kamen und natürlich an alle Helfer u. Betreuer, welche durch ihr tatkräftiges Handeln zum Gelingen der Veranstaltung beitrugen.

Bertram Bracher

PS: Vorschläge bzgl. der zukünftigen Samstag-Nachmittags-Gestaltungen sind willkommen und direkt bei Melanie oder Claudia kundzutun 😉

 

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