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Neben der Matte nicht ohne Schuhe …

… ist die strikte Regel für Judoka. Die haben wir, Ingo Breyer und ich, selbstverständlich befolgt, als wir an den CROSS DAYS 2019 am 27.10.2019 bei dem Hindernislauf über 10km in der Döberitzer Heide teilgenommen haben. Selbstverständlich sind wir im Keikogi mit Obi dort angetreten. Es hatte geregnet und es war kühl. Beste Voraussetzungen für die geplante, matschige, schlammige Herausforderung. Alle anderen Läufer waren ganz offensichtlich für die Veranstaltung optimal mit läuferischer Funktionskleidung ausgestattet – wir nicht. Somit sind wir auch ganz schnell aufgefallen und zahlreich darauf hingewiesen worden, dass „der Anzug wohl nicht mehr sauber werden wird“. Stimmt!

Im Startbereich haben wir noch Pauline und ihren Vater getroffen, die auch über diese Strecke gestartet sind.

Vor dem Start wurden die Läufer mit Musik von Rammstein und durch das isländische Klatschen mit dem bekannten martialischen „Hú“ richtig in Stimmung gebracht. Richtig gut!

Nach dem Start ging es zum Warmwerden erst mal 3km durch den Wald, dann die ersten Hindernisse zum Überklettern, leicht. Irgendwann kam dann auch das erste Wasserbecken mit hüfthoher Füllung, egal, rein und durch. Weiterlaufen durch tiefes, schweres Geläuf, auf dem Bauch durch den Matsch unter abgespannten Tarnnetzen hindurch,  tiefe Wasserbecken, abgedeckt mit Gittern, die nur wenige Zentimeter Luft nach oben lassen. Also komplett rein und durch und komplett nass. Bergauf auf dem Bauch robbend unter einer gespannten Plane hindurch und danach durch ein Bällebad, weiterlaufen. Dann standen wir vor einer ca. 5m hohen Quarter-Pipe. Entweder 10 Liegestütz und dran vorbeilaufen oder drüber, und das nach 6km und einem Keikogi voll mit Wasser. Da uns der Stadionsprecher schon während des Laufs als Judoka enttarnt hatte, er unsere Namen und den Verein für alle deutlich hörbar über die Lautsprecher angesagt hatte, ging es nur drüber. Also Anlauf, möglichst das Seil erwischen und hoch. Hat auch funktioniert.

Wir mussten noch ein paar kleinere Hindernisse überwinden, eine gefühlt 30m lange, steile Wasserrutsche mit anschließendem Vollbad durchleiden, immer wieder steile Anstiege hoch und runter laufen, kurz vor dem Ziel über ein mit Wasser und Schaum gefülltes Becken hangeln, dann war das Ziel erreicht.

Der Vollständigkeit halber noch die Zeiten: Ingo und ich haben für die 10km 1h:36 gebraucht, Pauline und ihr Vater sind wieselflink in 1h:17 durch den Parcours.

Die ganze Sache hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Wir können das als eingeschobene Trainingseinheit unbedingt weiterempfehlen. Nächstes Jahr wieder!

Christian Köpp

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